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Verwurzelt im Gebet den Menschen zugewandt

Erzbischof Becker weiht drei Mnner aus dem Erzbistum Paderborn zu Stndigen Diakonen

Nach dem feierlichen Gottesdienst stellten sich die neu geweihten Diakone gemeinsam mit Erzbischof Hans-Josef Becker zum Gruppenfoto auf. V.l.n.r.: Diakon Theo Breul, Spiritual Werner Beule, Diakon Carsten Spiegel, Generalvikar Alfons Hardt, Erzbischof Hans-Josef Becker, Pastor Andreas Kreutzmann, Diakon Dr. Gerhard Kilz, Diakon thomas Huneke, Diakon Jrgen Franke. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn Es komme darauf an, eine „Herzensnähe“ zu Jesus Christus in sich lebendig zu halten, führte der Paderborner Erzbischof im feierlichen Gottesdienst aus. „Üben Sie sich im Gleichklang Ihres Herzens mit dem Herzen des Herrn! Er ist es, der Ihnen die Sehnsucht ins Herz gelegt hat, ihn zu suchen und seiner Spur zu folgen.“ Das persönliche Gebet müsse das Herzensanliegen eines Diakons sein, bekräftigte Erzbischof Becker: „Bleiben Sie im Gespräch mit dem Herrn, damit er Sie auch weiterhin anrühren und für Ihren wichtigen Dienst in der Kirche zurüsten kann!“

An der Seite der Menschen

Erzbischof Becker rief die Weihekandidaten in seiner Predigt dazu auf, „auf der Grundlage Ihrer reichen Lebens- und Glaubenserfahrung“ auf alle Menschen guten Willens zuzugehen, insbesondere auf diejenigen, die auf der Suche nach Sinn und Erfüllung seien und nach Alternativen zum gängigen Alltagsbetrieb suchen. „Ihr vornehmster Platz ist nicht nur am Altar, sondern immer auch bei den Menschen! Haben Sie daher den Mut, solidarisch zu sein mit den Menschen, die wie Sie in ihrem Leben der Sehnsucht Raum geben“, erklärte der Paderborner Erzbischof. Es sei wesentlich für einen Diakon, den Verwundeten des Lebens, den Kranken und Sterbenden, den sozial Benachteiligten und Notleidenden, den Fremden und Ausgegrenzten nahe zu sein und ihnen gegenüber die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes zu bezeugen.

Erwählung – „Hier bin ich!“

Die neu geweihten Diakone feierten mit Erzbischof Hans-Josef Becker und den Konzelebranten die Eucharistie im Hohen Dom zu Paderborn. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn Im Gottesdienst wurden die drei Diakonatweihekandidaten durch den Sprecher der Ständigen Diakone im Erzbistum Paderborn, Diakon Thomas Huneke aus Rheda-Weidenbrück, einzeln mit Namen aufgerufen. Sie traten vor Erzbischof Hans-Josef Becker und erklärten mit den Worten „Hier bin ich!“ ihre Bereitschaft zur Weihe. Dann bat der Diözesanbeauftragte für den Ständigen Diakonat, Pastor Andreas Kreutzmann, den Paderborner Erzbischof im Namen der Kirche, den Männern die Diakonenweihe zu spenden. Erzbischof Becker sagte: „Mit dem Beistand unseres Herrn und Gottes Jesus Christus erwählen wir diese unsere Brüder zu Diakonen“. Die Gottesdienstgemeinde stimmte mit den Worten „Dank sei Gott, dem Herrn“ zu.

Weiheversprechen

Mit dem Lied „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft …“ rief die Gottesdienstgemeinschaft im Wechsel mit dem Kantor zu Beginn der Weiheliturgie den Heiligen Geist um seinen Beistand an. Dann fragte Erzbischof Becker die Weihekandidaten nach ihrer Bereitschaft zum diakonalen Dienst und zum Gehorsam gegenüber den Weisungen der Kirche. Jeder Kandidat erklärte seine Bereitschaft, sich zum Diakon weihen zu lassen, in Gemeinschaft mit dem Bischof und den Priestern dem Volk Gottes zu dienen, den Glauben in Wort und Tat zu verkünden, das Stundengebet zu feiern, den Bedürftigen zu helfen und sein Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu gestalten. Danach traten sie einzeln vor den Erzbischof und versprachen ihm und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam – mit einer zeichenhaften Geste: Sie knieten vor dem Paderborner Oberhirten nieder und legten ihre Hände in die Hände des Erzbischofs.

Handauflegung – Weihe – Weihegebet

Beim anschließenden Gebet der Gemeinde wurden die Heiligen der Kirche um Beistand angerufen und die Weihekandidaten legten sich als Zeichen der Hingabe im Altarraum ausgestreckt auf den Boden. Anschließend knieten die Kandidaten im Altarraum: Durch Auflegen der Hände und sein Gebet spendete Erzbischof Hans-Josef Becker dann den Kandidaten die Weihe. Im darauf folgenden Weihegebet betete der Paderborner Oberhirte: „Das Evangelium Christi durchdringe ihr Leben. Mit Würde und Bescheidenheit sollen sie allen begegnen, lauter im Wesen und treu im geistlichen Dienste. In ihrem Wirken sollen Jesu Weisungen aufleuchten, das Beispiel ihres Lebens soll die Gemeinde auf den Weg der Nachfolge führen.“

Stola und Dalmatik – Evangelium – Friedensgruß

Die neu geweihten Diakone mit ihren Familien zusammen mit Erzbischof Hans-Josef Becker. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn Aus den Händen ihrer Heimatpfarrer erhielten die neuen Diakone die Stola, die als Zeichen des diakonalen Amtes während der Liturgie getragen wird, sowie das liturgische Gewand des Diakons, die Dalmatik. Schließlich überreichte Erzbischof Hans-Josef Becker jedem einzelnen Diakon symbolisch das Evangelienbuch mit den Worten: „Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben.“ Als Zeichen der Verbundenheit und Gemeinschaft tauschte Erzbischof Becker mit jedem neugeweihten Diakon den Friedensgruß. Als Zeichen der Gemeinschaft im Dienstamt tauschte Diakon Thomas Huneke stellvertretende für die anwesenden Diakone mit den Neugeweihten den Friedensgruß.

An die Weiheliturgie schloss sich die Eucharistiefeier an. Dabei bereiteten zwei der zuvor geweihten Diakone, Diakon Jürgen Franke und Diakon Dr. Gerhard Kilz, den Altar und nahmen die Gaben für die Feier der Eucharistie in Empfang. Generalvikar Alfons Hardt, Pastor Andreas Kreutzmann als Diözesanverantwortlicher für den Ständigen Diakonat und Pfarrer Werner Beule als Spiritual der Ständigen Diakone konzelebrierten.

Neue Ständige Diakone

Erzbischof Hans-Josef Becker spendete diesen drei Männern am Samstag im Hohen Dom zu Paderborn die Diakonenweihe:

Jrgen Franke aus Benhausen mchte als Diakon ein authentischer Ansprechpartner sein. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn Jürgen Franke aus der Kirchengemeinde St. Alexius in Paderborn-Benhausen. Franke wurde 1971 geboren, ist seit 1995 verheiratet und hat drei Kinder. Nach seinem Lehramtsstudium war er als Lehrer tätig an den vom Erzbistum Paderborn getragenen St.-Michael-Schulen in Paderborn. Seit 2017 ist Franke Schulleiter der Freiligrathschule in Lage. In seiner Kirchengemeinde St. Alexius Benhausen ist er aktiv als Lektor und Kommunionhelfer, seit 2009 ist er Mitglied des Kirchenvorstandes, seit 2018 geschäftsführender Vorsitzender dieses Gremiums. Den Dienst des Kommunionhelfers übt er auch im Brüderkrankenhaus in Paderborn aus.

 

Dr. Gerhard Kilz aus Paderborn ist es wichtig, als Diakon die Botschaft Jesu weiterzugeben. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn Dr. Gerhard Kilz aus der Kirchengemeinde St. Julian in Paderborn. Dr. Kilz wurde 1959 geboren, er ist seit 2000 verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Jura-Studium hat er mit dem zweiten Juristischen Staatsexamen abgeschlossen. Er ist tätig als Hochschullehrer an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn. Er lehrt dort Sozial- und Verwaltungsrecht am Fachbereich Sozialwesen. Ehrenamtlich engagiert sich Dr. Kilz als Kommunionhelfer und bringt die Heilige Kommunion zu Kranken. Zudem setzt er sich in der seelsorglichen Begleitung älterer Menschen und der Begleitung wohnungsloser Menschen ein.

 

Carsten Spiegel aus Erwitte mchte als Diakon der Frohen Botschaft und der Kirche ein Gesicht geben. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn Carsten Spiegel aus der Kirchengemeinde St. Laurentius in Erwitte. Spiegel wurde 1972 geboren, ist seit 1999 verheiratet und hat zwei Kinder. Er hat Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik studiert. Der Diplom-Betriebswirt (FH) ist tätig als Leiter Finanzen in einem Unternehmen. Spiegel engagiert sich in seiner Kirchengemeinde als Kommunionhelfer, Lektor und im Bereich der Sakramentenpastoral.

Festliche Gestaltung

Domorganist Tobias Aehlig spielte die Orgel im Hohen Dom. Kirchenmusiker Reinhold Ix aus Bad Lippspringe wirkte als Kantor. Den Ministrantendienst im feierlichen Gottesdienst übernahmen Messdienerinnen und Messdiener aus den Heimatgemeinden der Weihekandidaten, aus Erwitte und Benhausen.