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Osterbrief 2021

Ostergru an alle Diakone zum Osterfest 2021

 

 

Liebe Diakone und Diaconandi,

liebe Ehefrauen und Familien,

„normalerweise“, „eigentlich“, - diese Begriffe gehren in Zeiten von Corona zum lngst blich gewordenen Sprachgebrauch. Und auch die Frage: „Wie soll es weitergehen?“ Die Corona Pandemie war und ist fr uns alle, in unseren jeweiligen Lebens- und Aufgabenfeldern, eine Herausforderung. 

Bild: Friedbert Simon   In: Pfarrbriefservice.de

Die Pandemie verndert unser Familienleben, unser kirchliches und ffentliches Leben und unsere Arbeitswelt. Sie wird nachhaltige Spuren hinterlassen, das spren wir alle. Und immer wieder bricht die Frage auf, wie soll es weitergehen?

Wie soll es weitergehen, diese Fragen stellen wir uns auch konkret fr das Jubilumsjahr 50 Jahre Diakonat im Erzbistum Paderborn. Viel hatten wir geplant und mussten es verschieben oder ausfallen lassen. Wie etwa unseren Dizesantag mit Norbert Hark, der jetzt am 12. Juni stattfindet. Ganz zuversichtlich sind wir, dass wir unseren Jubilumstag am 16. Oktober 2021 mit Erzbischof Becker und Ihnen feiern knnen.

Allerdings ist es so, dass man gerade den einen Stein aus dem Weg gerumt hat, dann liegt schon der nchste auf der Wegstrecke. Manchmal ist es fast zum Verzweifeln und dann gibt es wieder die Lichtblicke. Ganz hnlich ist es wohl den besorgten Frauen ergangen im Osterevangelium nach Markus, das wir in diesem Jahr hren. Da heit es: Sie sagten zueinander: „Wer knnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwlzen?“

Eine ganz praktische Frage fr die Frauen und zugleich sprt man, die Frauen sind in dem Vertrauen aufgebrochen, dass sie dieses Hindernis nicht von ihrem Ziel abhlt. Nie und nimmer wrden sie es allein schaffen, diesen schweren Stein vor dem Grab zur Seite zu rollen. Das wussten sie genau – und trotzdem gingen sie weiter.

Wie soll es weitergehen?

Mancher Stein liegt uns schwer auf dem Herzen und bedrckt uns in dieser Zeit. Mancher Stein liegt uns im Magen und macht uns Bauchschmerzen. Mancher Stein versperrt uns den Weg und wir kommen einfach nicht weiter. Und diese Steine haben alle einen Namen: Vielleicht heit im Moment der Stein Einsamkeit: weil wir keinen Menschen haben, mit dem wir reden knnen.

Vielleicht heit der Stein Unruhe: weil wir so viel erreichen und schaffen wollen.

Vielleicht heit auch der Stein Ohnmacht: weil wir einfach nicht weiter wissen. Manchmal hilft einfach alles nichts. Wir spren die Lasten im Leben und Ostern ndert das nicht automatisch. Auch das Grab war nicht einfach weg. Aber aus dem Grab erreichte die Frauen ein Botschaft, die ihnen sagte: Gott schenkt neues Leben! Es geht weiter.

Denn Ostern - das heit: auch wenn nicht alle Steine verschwinden, knnen wir uns doch auf den Weg machen und weitergehen. So wie es die Frauen im Evangelium getan haben.

Der Dichter und Priester Wolfgang Metz, beschreibt das in einen Text, der „weitergehen“ heit, so:

irgendetwas hat sie bewegt                                   
gedrngt weiterzugehen
nicht am grab stehen zu bleiben

irgendetwas ist in ihnen passiert
ein widerschein mitten in der dunkelheit
erleuchtete die hoffnungslose grabesleere

irgendetwas hat sie ergriffen
aufgerufen nicht festzuhalten
und die alten grabesvorstellungen loszulassen

irgendetwas ist in ihnen vorgegangen
weil das vertrauen gewachsen ist
dass einer ihnen vorangeht
der auch nicht am grab stehen geblieben ist

(in: Wolfgang Metz, brannte uns nicht das Herz? Gedichte, Wrzburg 2017, S. 47)

Auch wenn Steine auf deinem Weg liegen und das Leben schwer wird. Auch wenn die Lsung einer Aufgabe noch verschlsselt ist und man enttuscht und verzweifelt ist und man sich fragt, wie soll es weitergehen? Steh auf! Und geh los! Und lass das vertraute in Dir wachsen, dass einer vorangeht, der auch nicht am Grab stehen geblieben ist. Einer geht dir voran.

Ostern ist das Fest, das uns Mut machen will, neu aufzubrechen. Wir drfen gewiss sein: Der Auferstandene geht mit. ER lsst uns nicht allein. Trauen wir Gott Neues und berraschendes zu, auch in dieser Corona Pandemie. Denn der Stein vom Grab ist weggewlzt.

In dieser Zuversicht danken wir Ihnen fr Ihren Einsatz und wnschen allen, die diese Zeilen lesen, in dieser herausfordernden Zeit, viel Kraft und Motivation fr viele neue Aufbrche im Glauben, im Leben und im diakonalen Dienst.

Es wnscht Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Osterfest, auch im Namen des Diakonenrates, des Sekretariates der Diakone, des Spirituals Werner Beule und des Referenten Stefan Nagels

 

Ihr

Pastor Andreas Kreutzmann,

Dizesanbeauftragter

 

P.S. Ostergru – auch online

ber diesen Osterbrief hinaus mchten wir Ihnen gerne auch persnlich ein frohes und gesegnetes Osterfest wnschen. Dazu haben wir noch folgende Idee: Durch die digitalen Erfahrungen der Corona- Zeit ermutigt, mchten wir es online probieren. Am Karsamstag, 3. April in der Zeit von 15.00 – 15.45 Uhr sind wir online in folgendem Raum erreichbar:                                                                                      https://conference.ecclesias.net/DiakonePB03-2021

Den Link bitte einfach in Ihrem Browser eingeben. Am besten luft es mit Chrome. Bei Apple- Gerten ldt man am besten Chrome runter, sonst kann es Probleme geben.

Kommen Sie, wenn Sie mchten, einfach zwischen 15.00 -15.45 Uhr dazu und Sie knnen den Raum wieder verlassen, sobald Sie mchten. Es wird also ein Kommen und Gehen sein. Wir knnen uns dann gegenseitig ein frohes Osterfest wnschen, ein wenig miteinander sprechen und dabei gleichzeitig auch Mitbrder und ihre Frauen aus dem ganzen Bistum treffen.