Wie wird man Diakon?

Liturgische Beauftragung: Lektorat und Akolythat

Etwa in der Mitte des zweiten Vorbereitungsjahres, also deutlich vor der späteren Weihe zum Diakon, erteilt der Bischof den Diaconandi die Beauftragung zum Lektorat und Akolythat. Sie werden damit zu einem Dienst berufen, den zwar jeder andere getaufte und gefirmte Christ wahrnehmen könnte.

Mit der besonderen, feierlichen Beauftragung werden sie jedoch ganz besonders berufen und verpflichtet, sich dem Volk Gottes zur Verfügung zu stellen, indem sie als Lektoren in der heiligen Messe oder anderen liturgischen Feiern die Lesungen – nicht aber das Evangelium – vortragen und als Akolythen den Dienst am Altar und als außerordentliche Kommunionspender wahrnehmen.

Die Beauftragung zum Lektorat und die Beauftragung zum Akolythat sind mehr als eine Indienstnahme; sie wollen ganz besonders darauf einstimmen, dass die angehenden Weihekandidaten ihr Leben zunehmend mehr aus dem Wort Gottes und aus der Eucharistie gestalten. Insofern ist das Beauftragtwerden zum Lektorat und Akolythat ein Schritt der spirituellen Vertiefung.

Die Beauftragung zum Lektorat und Akolythat erteilt der Bischof in einer besonders gestalteten liturgischen Feier. Durch diesen feierlichen Akt bekunden die Kandidaten für den Ständigen Diakonat öffentlich ihr Leben aus dem Wort Gottes und aus der Eucharistie gestalten zu wollen. Zeichen hierfür sind die feierliche Überreichung des Lektionars (Lektorat) und Überreichung der Hostienschale (Akolythat).