Diakon im Erzbistum Paderborn

Der Diakon mit Zivilberuf

Durch sein Christsein am Arbeitsplatz steht der Diakon für ein gelebtes Christuszeugnis in der besonderen Rückbindung an Christus und seiner Kirche durch die Weihe. Sein Zivilberuf ermöglicht es ihm, Kirche dort präsent zu halten, wo der Hauptamtliche in der Seelsorge oft nicht hinkommt. Er wird als Mann der Kirche wahrgenommen, wenn er zum Beispiel für Werte des Lebensrechtes, der Gerechtigkeit am Arbeitsplatz, der Menschenwürde jedes einzelnen Mitarbeiters, des Glaubens und des Vertrauens an einen Sinn gebenden Gott eintritt.

Er kann Rede und Antwort stehen allen, die nach dem Grund unserer Hoffnung fragen (1 Petr 3,15). Gerade in der Arbeitswelt der modernen Gesellschaft ist das seriöse Gespräch über die großen Fragen der Menschen über Gott, seine Kirche, über Glauben und Vertrauen oft gänzlich verstummt. Der Diakon steht daher mit seiner gesamten Existenz als Zeuge für eine liebende uns umgebende Transzendenz.

Insbesondere gelten die oben gemachten Gedanken für das Zeugnis einer gelebten sakramentalen Ehe. Somit hat die Ehefrau großen Anteil an dem glaubwürdigen und authentischen Lebenszeugnis des Diakons in der Gemeinde. Durch die Gegenwart Gottes in der liebenden Treuebeziehung der beiden Eheleute und auf nochmals andere Weise in der Weihe des Ehemanns haben beide großen Anteil an der Erfüllung des Auftrags Jesu „Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe“ (Joh 13,15).