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Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat 2019 im Erzbistum München-Freisng

Pressemitteilung

In München trafen sich vom 15. bis 17. Januar 2019 die Verantwortlichen aller deutschen Diözesen für den Ständigen Diakonat zur Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft.

Angesichts immer größer werdender Pfarreien und zurückgehender Zahlen für kirchliche Berufe, der Schließung von Klöstern und Kirchen zeigt sich, dass sich die Kirche strukturell in einem Wandlungsprozess befindet.

In nahezu allen deutschen Diözesen ringen Fachleute, Arbeitsgruppen, Synoden um tragfähige und zukunftsfähige Strukturen zukünftiger Pastoral in einer von Pluralität und Säkularität geprägten Gesellschaft. Der Weg der Kirche in die Zukunft ist vielgestaltig.

Diesem Suchprozess stellt sich auch die Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat in Deutschland mit aller Entschiedenheit. Aus diesem Grund hat die Arbeitsgemeinschaft ihr Tagungsthema in diesem Jahr unter den Titel „Sendung und Dialog“ gestellt.

Im Verlauf der Veranstaltung beschäftigten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus fast allen deutschen Diözesen mit drei Themenschwerpunkten. So referierte die renommierte Theologin Frau Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer von der Uni Freiburg zum Thema „Was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest das lebe. Sendung in offener Gesellschaft“. Der Glaube in unserer Gesellschaft ist im Schwinden begriffen, die Zahl der Konfessionslosen steigt stetig. Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth von der Philosophisch-theologischen Hochschule Vallendar sprach zu dem Thema „Kann Glaube denn so einfach sein? Sendung im Spannungsfeld von Vereinfachung und Akademisierung“. Den Fragekomplex „Warum fürchten wir uns so sehr vor der säkularen Welt?“ nahm Prof. Dr. Holger Zaborowski, auch von der Hochschule in Vallendar, in den Blick.

Neben diesen Sachthemen wurden allgemeine Regularia besprochen sowie Berichte aus den einzelnen Diözesen und aus der Weltkirche gegeben. In diesem Kontext hat die Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat nochmals zur Kenntnis genommen, dass eine vom Heiligen Vater eingesetzte Studienkommission zum „Diakonat der Frau“ gearbeitet hat. Inzwischen wurde das Ergebnis dem Heiligen Vater übergeben.

Text: Geschäftsführender Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat in Deutschland

von Michael Schofer

Hintergrund:

In jedem Jahr im Monat Januar treffen sich die Verantwortlichen für den Ständigen Diakonat der deutschen Bistümer zu einer Tagung, die jährlich von einem anderen Bistum ausgerichtet wird. Bei dieser mehrtägigen Veranstaltung wird ein bestimmtes Thema mit diakonischem Bezug in den Blick genommen, zu dem auch Referenten eingeladen werden und zu dem in verschiedenen Arbeitsgruppen diskutiert wird. Die Tagung dient dem Informationsaustausch und der Meinungsbildung der Diakonatsverantwortlichen in den Diözesen, fördert das Kennenlernen über die Diözesangrenzen hinweg und stärkt die Idee der Weiterentwicklung des Ständigen Diakonats als eigene pastorale Berufsgruppe.

Als Vertreter des Erzbistums Paderborn nahmen an der Jahrestagung 2019 in München/Fürstenried der Diözesanbeauftragte für die Ständigen Diakone, Pastor Andreas Kreutzmann, und der Diözesansprecher der Ständigen Diakone, Diakon Thomas Huneke, teil.