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„Zeigt den Menschen Gottes Reich“

Feier der Admissio

Feier der Admissio mit Weihbischof Matthias KnigPriesterseminar Paderborn Am Montag, dem 12. Oktober 2020 wurden am Abend in einer feierlichen Vesper in der Konviktskirche Herr Lambertus Stallein aus St. Johannes Baptist Delbrck, fr das Stndige Diakonat, und die beiden Priesteramtskandidaten Mike Hottmann aus St. Walburga Werl und Andreas Todt aus St. Johannes Neheim durch Weihbischof Knig admittiert und so unter die Kandidaten fr die Heiligen Weihen aufgenommen.

Seine Predigt begann Weihbischof Knig mit dem aktuellen Bezug, wer und was fr unsere Gesellschaft angesichts der Erfahrungen der Corona-Krise eigentlich systemrelevant sei. Die Kirche sei dies, wie wir beim Verbot ffentlicher Gottesdienste im Frhjahr erfahren htten, offensichtlich nicht. Eine Ernchterung fr viele! Ausgehend davon stellte er die Frage, ob der Dienst der knftigen Diakone und Priester fr die Gesellschaft berhaupt noch von Bedeutung und damit systemrelevant sei. Weihbischof Knig betonte, dass ihr Dienst und damit das Wirken der Kirche allgemein nicht dazu da seien, irgendein System zu untersttzen und fr dieses relevant zu sein – im Gegenteil: die Kirche habe sich schon oft gegen staatliche und gesellschaftliche Systeme gestellt, die dem Christentum widersprechen.

Weihbischof Matthias Knig rief whrend seiner Predigt die drei Mnner dazu auf, die Botschaft Christi zu verknden, das eigene Leben in das Licht der Liebe Gottes zu stellen und diese so zum Strahlen zu bringen.Priesterseminar Paderborn Die Aufgabe der Weihekandidaten sehe er nicht darin, uerlich gesehen systemrelevant zu sein, sondern die Bedeutung ihres Dienstes lge darin, das Reich Gottes und die Frohe Botschaft Jesu Christi unter den heutigen Bedingungen von Gesellschaft und Kirche zu verknden. Natrlich habe es in der Kirche zu allen Zeiten, so auch heute, Menschen gegeben, die durch ihr Handeln die Glaubwrdigkeit der christlichen Botschaft in Frage gestellt oder sogar massiv beeintrchtigt htten, doch „Gottes Geist und die von ihm erfllten Menschen haben immer wieder versucht dagegen zu arbeiten“. Bei aller berechtigten Kritik an Missstnden in der Kirche und am fehlerhaften Verhalten von Amtstrgern der Kirche drfe man nicht vergessen, wie viel Segen auch von der Gemeinschaft der Glaubenden ausgegangen sei und immer noch ausgehe. Weihbischof Knig rief die drei Mnner dazu auf, die Botschaft Christi in diesem Sinne zu verknden, das eigene Leben in das Licht der Liebe Gottes zu stellen und diese so zum Strahlen zu bringen. Wenn sie sich den Menschen im pastoralen Dienst mit ganzem Herzen zuwenden und ihnen mit Wohlwollen und Erbarmen entgegentreten wrden, knnten sie zu glaubwrdigen Zeugen des Evangeliums werden. Dabei sollten sie sich immer wieder innerlich an Jesus Christus zurckbinden und sich auf ihn besinnen, um sein Werkzeug fr die Menschen in dieser Welt zu sein. Durch die Corona-Krise htte die Kirche zwar ernchtert feststellen mssen, dass sie fr die Gesellschaft nicht systemrelevant sei, doch die Pandemie htte auch deutlich gemacht, wie sehr der Glaube einzelner, das persnliche Beten und neue Formen der gottesdienstlichen Gemeinschaftserfahrung in die Welt hineinwirken knnten. Die Weihekandidaten selbst sollten, so der Weihbischof, die Menschen und die Welt im Herzen vor Gott tragen, denn das Gebet habe groe Kraft und knne die Welt verndern.
Ihre Bereitschaft fr diesen Dienst erklrten die drei Weihekandidaten dann mit dem Ausruf „Hier bin ich“, mit dem sie vor den Bischof traten und so Christus ihr „Ja“ fr ein Leben im Dienst der Kirche gaben.

Bekundeten gegenber Weihbischof Knig ihre Bereitschaft unter die Weihekandidaten aufgenommen werden zu wollen. V.l.n.r.: Mike Hottmann, St. Walburga Werl, Lambertus Stallein, St. Johannes Baptist Delbrck und Andreas Todt, St. Johannes Neheim. Im Anschluss an die Feier der Admissio fand im kleineren Kreis der Hausgemeinschaft des Priesterseminars und einiger persnlicher Gste der drei neu Admittierten ein Abendessen im Speisesaal des Leokonvikts statt.

Alles Gute und Gottes Segen wnschen wir Herrn Lambertus Stallein auf seinem Weg zum Stndigen Diakonat und Mike Hottmann und Andreas Todt auf ihrem weiteren Weg zum Diakon und Priester im Dienste Jesu Christi und der Kirche.