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Zu Besuch bei den Franziskanerinnen in Olpe

Herbsttreffen 2016 des Weihejahrgangs 2012

Gemeinsam mit Schwester Mechthild und Marion

In diesem Herbst traf sich der Weihejahrgang 2012 bei den dortigen Franziskanerinnen in Olpe.

Nach einem geselligen Auftakt führte tags drauf Schwester Marion die vier Diakone und zwei Ehefrauen durch das imposante Klostergebäude aus den 1960er Jahren. Damals waren mehr als 80 Ordensfrauen im Haus, heute sind es nur etwas mehr als 20. Die Geschichte der Franziskanerinnen in Olpe begann 1859, doch bald trennten sich einige Schwestern von der Gründung der aus Olpe stammenden Mutter Theresia Bonzel; sie bildeten fortan die Salzkottener Franziskanerinnen. Theresia Bonzel legte die Schwerpunkte des Ordens auf die Betreuung von Kindern und auf die ewige Anbetung. 2013 wurde sie selig gesprochen. Seither ruhen ihre Gebeine in der Martinuskirche mitten in der Stadt Olpe.

Die Kongregation hatte im Laufe ihres Wirkens weltweit 144 Häuser, von denen jetzt nur noch sieben aktiv sind. Neben dem Mutterhaus in Olpe gibt es in Deutschland kleinere Niederlassungen in Köln und Oschersleben. Größere Gemeinschaften finden sich noch auf den Philippinen, in Brasilien und an zwei Standorten in den USA. Dort gibt es aktuell mehr als 20 Novizinnen; das Interesse für Franziskus und seinen Lebensstil ist sehr groß. In Deutschland überaltern die Gemeinschaften; der Nachwuchs fehlt. Ob in 10 Jahren noch Franziskanerinnen in Olpe leben, ist durchaus fraglich. Der Schwerpunkt in Olpe mit der Kinderbetreuung hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass das Kinder- und Jugendhospiz in unmittelbarer Nachbarschaft – das erste in Deutschland – gegründet wurde. „Beten und Büffeln“ sind im Frühjahr stark nachgefragte Angebote. Auch das Spendencafé läuft recht gut. Hier bezahlen die Kunden nicht nach festen Preisen, sondern je nach dem, was sie zahlen können. Der Erlös kommt der Flüchtlingsarbeit zugute. In der Hostienbäckerei des Klosters beliefern zwei Schwestern beliefern einen gleichbleibend großen Kundenkreis.

Der Aufenthalt in Olpe endete mit dem meditativen Gang über den 2005 eingerichteten Franziskusweg „Sonnengesang“ in Kückelheim. . Er umfasst acht Stationen; und auf dem ca. 6 km langen Rundweg führen Gebet, Gesang und Meditation ein wenig in die franziskanische Spiritualität.

Diakon Helmut Haybach